Autor Thema: Zwergenmusik (IT-Text)  (Gelesen 5189 mal)

Norvi

  • Gast
Zwergenmusik (IT-Text)
« am: Juli 28, 2008, 20:36:45 Nachmittag »
Wie ich schon in einem anderen Thread erwähnte, habe ich mit meinem Charakter Dwai Rachetod kürzlich in der Bardenakademie Airikas Traum einen Vortrag über Zwergenmusik gehalten. Ich habe nun den Inhalt dieses Vortrags, leicht verändert und erweitert, in Schriftform gebracht. Dieser In-Time-Text wird der Bibliothek der Akademie hinzugefügt. Und auch euch möchte ich ihn hiermit zukommen lassen.

Zitat
Eine Abhandlung über traditionelle Zwergenmusik
Von Dwai Rachetod


Ich, Dwai Rachetod, Barde und derzeit Meisterschüler der Bardenakademie Airikas Traum, verfasse diesen Text, um denjenigen, die kaum Einblick in den Alltag der Schmiedeskinder haben, unsere Musik nahe zu bringen. Zu Beginn will ich aber festhalten, dass es eine einheitliche zwergische Kultur ebenso wenig gibt, wie das bei Menschen, Elfen oder anderen Völkern der Fall ist. Es mag Stämme und Reiche geben, deren Lebensweise sich von der meinen deutlich unterscheidet. Daher ist diese Abhandlung nicht allgemein gültig; sie beinhaltet vor allem mein Wissen um die Musik meiner Heimat und anderer mir bekannter Zwergenvölker. Vieles davon mag auf die meisten meiner Brüder und Schwestern zutreffen, doch ist es gut möglich, dass ein Leser dieser Schrift gegenteilige Beobachtungen gemacht hat oder noch machen wird.


Die meisten Fremden werden die Frage, ob sie überhaupt schon einmal Erfahrungen mit echter Zwergenmusik gemacht haben, jedoch verneinen. Viele haben trotzdem eine Vorstellung davon, wie unsere Musik beschaffen sein müsste: Vorurteile, die mehr oder weniger der Wahrheit entsprechen. Vieles davon ist grundfalsch, manches beinahe beleidigend. Einige gehen sogar davon aus, dass Zwerge von Natur aus völlig untalentiert zum Singen und Musizieren sind. Nur wenige sind schon in den Genuss eines zwergischen und von Zwergen vorgetragenen Liedes gekommen und wurden eines Besseren belehrt.


Zwerge und das Bardenhandwerk

Ein bedeutsamer Unterschied zu menschlicher Musik besteht darin, dass es unter Zwergen keine Barden gibt, so wie andere Wesen sie verstehen. Nämlich als Berufsmusiker, die ihre Kunst wie ein Handwerk oder sogar eine Wissenschaft erlernen. Welchen Beruf ein Zwerg ergreift, hängt von der Tradition seiner Sippe und Familie ab, und jedem obliegt es, diese Tradition zu erhalten und fortzuführen. So sind die Kinder von Gerbern meist ebenfalls Gerber und Hirten stammen von anderen Hirten ab. In keinem mir bekannten Stamm gibt es Sippen von Sängern, Spielleuten, Geschichtenerzählern oder Schauspielern. All diese Künste haben ihren rechten Platz in der Freizeit und sind dem eigentlichen Tagwerk untergeordnet. Zwar blicken sie oft auf eine lange Geschichte und Tradition zurück, doch wirklich erlernen und studieren kann man sie nicht. Daher sind alle Zwergenmusiker keine Barden, sondern Laien, die ihre Kunst nur zur Freude und Erbauung ausüben, nicht zum Broterwerb. Häufig beherrschen sie ihr Instrument nur so weit, wie es zum Vortrag oder zur Begleitung einfacher Lieder notwendig ist. Sie kennen und können nur eine begrenzte Zahl von Melodien, denn sie streben nicht gezielt nach umfassender Erweiterung ihres Liedguts. Ihr Gehör ist nicht geübt darin, besondere Feinheiten in Gesang und Spiel zu erkennen, wie auch ihre Stimme nicht auf größte Genauigkeit geschult ist. Der Anspruch ist einfach ein anderer, als menschliche oder elfische Künstler ihn stellen.

Dass ich selbst das Bardenhandwerk erlerne und durchaus bemüht bin, meine Fähigkeiten ständig zu steigern, steht dazu nur scheinbar im Widerspruch. Auch ich habe ein Handwerk erlernt und nur zum Zeitvertreib musiziert, solange ich mich in meiner Heimat befand. Erst seit ich dauerhaft an der Oberfläche lebe, habe ich beschlossen, die Musik zu meinem Beruf zu machen. Und nur hier, in der Fremde, habe ich überhaupt die Möglichkeit dazu. Es ist jedoch menschliche Bardenkunst, die ich hier oben erlerne und ausübe. So hört man auch von mir nur selten echte Zwergenlieder. Ich bin sicher nicht der Einzige meines Volkes, der diesen Weg gewählt hat. Doch erscheint es mir unwahrscheinlich, dass jemand zum Broterwerb an der Oberfläche nur wahre Zwergenmusik zum Besten gibt.


Sprache und Textdichtung

So unterschiedlich die Zwergenlieder und diejenigen, die sie singen, auch sein mögen, so ist eine Beobachtung doch beinahe immer zu machen: Zwerge auf Wanderschaft bedienen sich auch beim Singen meistens der gemeinsamen Sprache. Nur sehr selten kommt es vor, dass der ursprüngliche Text in zwergischer Sprache zum Besten gegeben wird. Da vielen Menschen, denen das rechte Verständnis für unsere Lebensweise fehlt, die Gründe dafür nicht einleuchten, will ich diesen Umstand jetzt erläutern.
Es ist allgemein bekannt, dass wir Zwerge zahlreiche Geheimnisse hüten. Wir wägen gründlich ab, welche Teile unseres oft wertvollen oder gefährlichen Wissens wir miteinander, vor allem aber mit Außenstehenden teilen. Bittere Erfahrung hat gezeigt, dass gerade Menschen dieses Wissen häufig missbrauchen und verderben. Die beste und oft einzige Möglichkeit, unsere Erkenntnisse vor fremdem Zugriff zu bewahren, besteht darin, allen Außenstehenden unsere Sprachen und Schriften vorzuenthalten. So ist sowohl gesprochenes als auch geschriebenes Wort den Eingeweihten vorbehalten und die Geheimnisse bleiben gewahrt. Die meisten Zwerge beherrschen vom Kindesalter an die gemeinsame Sprache, also kann man sich im Umgang mit Fremdlingen dieser bedienen, beim Sprechen und Schreiben ebenso wie beim Singen. Da die meisten Zwerge sich ihrer Verantwortung in dieser Sache bewusst sind und bei einzelnen Clans, Sippen oder Zünfte die Verwendung der eigenen Sprache sogar ausdrücklich verboten ist, gibt es kaum Ausnahmen.

Nicht jede Sprache - besonders nicht jede zwergische - ist dafür geeignet, poetische Texte zu verfassen, wie es bei Liedern in der gemeinsamen Sprache üblich ist. Es ist nicht selten, dass die Texte alter und neuer Zwergenlieder sich nicht reimen. Ebenso kommt es vor, dass aufeinanderfolgende Verse und Strophen eine unterschiedliche Silbenzahl haben, wodurch die Rhythmen sich mehr oder minder verändern.
Außerdem gibt es in den mir bekannten Zwergensprachen keine poetischen Ausdrücke, die der Dichtkunst vorbehalten, ansonsten aber ungebräuchlich sind. Es werden in Liedtexten die gleichen Worte und Formulierungen verwendet wie im alltäglichen Sprachgebrauch. Da es außerdem nur wenige Wörter mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung gibt, die man untereinander austauschen kann, würde eine wörtliche Ãœbersetzung in vielen Fällen wohl ziemlich schlicht und unausgefeilt klingen, auch wenn das im Original eigentlich nicht der Fall ist. Wenn Zwergenlieder in die gemeinsame Sprache übertragen werden, wird oft auf solche Dinge geachtet. Aufgrund der Vielseitigkeit der gemeinsamen Sprache ist das Ãœbersetzen und Nachdichten aus den Zwergensprachen meistens weit leichter als umgekehrt.


Musiktheorie

Nach unserem Verständnis ist Gesang kein Handwerk, aber noch viel weniger eine Wissenschaft. Kein Zwerg hat wohl jemals versucht, theoretisch zu erfassen, wie Musik funktioniert. Da Musizieren vor allem ein Zeitvertreib und Unterhaltung ist, macht es in zwergischer und auch meiner eigenen Sicht wenig Sinn, über die Wirkung bestimmter Tonfolgen zu streiten, wenn man sie einfach ausprobieren kann. Ebenso sinnlos ist es, ein althergebrachtes, bekanntes und beliebtes Lied darauf zu überprüfen, ob sein Verfasser sich an bestimmte Regeln gehalten und fehlerfrei gearbeitet hat. Das alles erscheint dem Zweck und Stellenwert der Musik nicht angemessen. Deshalb gibt es keine Harmonielehre oder dergleichen. Da ich selbst in solchen Dingen nicht bewandert bin, bin ich auch nicht in der Lage, die Lieder meiner Heimat nach menschlichen Maßstäben zu analysieren. Bisher habe ich aber auch keinen Grund gefunden, warum man das überhaupt tun sollte.
Ebenso wenig bekannt ist eine Notenschrift, die es möglich macht, nicht nur Texte, sondern auch Rhythmen und Melodien von Liedern allgemein verständlich niederzuschreiben. Zwar werden Texte teilweise schriftlich überliefert, doch werden Lieder vor allem mündlich und durch gemeinsames Musizieren weitergegeben. Zwerge vergessen nicht so schnell wie Menschen, deshalb verändert sich unser überliefertes Liedgut selbst über viele Jahrhunderte kaum.
Was sehr wohl theoretisch erfasst wurde, ist die Funktionsweise von Instrumenten. Der Zusammenhang zwischen Form, Material und Größe eines Musikinstruments mit seinem Klang ist den Zwergen, die es herstellen und damit handeln, sicherlich genauestens bekannt. Zu diesen zähle ich mich jedoch nicht.


Verschiedene Arten von Zwergenmusik

Wenngleich die meisten Zwerge wenig Wert auf Perfektionierung ihrer musikalischen Fähigkeiten legen, wäre es falsch, anzunehmen, dass sie der Musik an sich keine große Bedeutung beimessen. Im Gegenteil gibt es bei uns wesentlich weniger Lieder, die bedeutungslos und ohne Zweck und Aussage sind, als beispielsweise bei den Menschen. Gesang dient zu Erhalt und Ãœbermittlung von Geschichte, Tradition, Moral und Glaube. Nicht selten sind in den Liedtexten große Geheimnisse verschlüsselt, die auf diese Weise bewahrt und weitergegeben werden. Klar, dass solche Lieder nicht im Beisein von Fremden gesungen werden. Jedenfalls kann Musik nicht von anderen Aspekten unserer Kultur und Lebensweise getrennt werden.

Musik während der Arbeit:
Auch wenn es keine verlässlichen Aufzeichnungen über die Ursprünge unserer Art zu musizieren gibt, gehe ich fest davon aus, dass die ersten Zwergenlieder von unseren Urvätern während ihres Tagwerks gesungen wurden. Viele Arbeiten werden mit Werkzeugen ausgeführt, die wohlklingende Töne erzeugen. Der Klang von Stahl auf Metall, Stein oder auch Holz lädt zum Singen ein. Viele Zwerge begleiten ihre Arbeit mit ihrer Stimme, und nicht wenige empfinden diese Art des Musizierens als die schönste und erfüllendste. Oft werden altbekannte Texte von mehreren Arbeitern gemeinsam gesungen, doch werden auch immer wieder neue Lieder erdacht, die dann von Einzelnen vorgetragen oder vor- und nachgesungen werden. Ob ein fröhliches oder trauriges, ein langsames oder schnelles Lied angestimmt wird, richtet sich dabei nach dem einzigartigen Rhythmus des jeweiligen Arbeitsschritts. Da die Arbeit einen großen Teil der Zeit eines Zwergen einnimmt, ist diese Art des Musizierens die häufigste und wichtigste. Dennoch sind die Lieder oft sehr schlicht. Die Melodien sind einfach und ohne Verzierungen, denn der gleichmäßige Takt des Werkzeugs erlaubt keine große Abwechslung in Geschwindigkeit, Betonung und Stimmung. Man singt von alltäglichen Dingen, von der Arbeit, der Familie, der Heimat, von seinen Erinnerungen und Wünschen. Bedeutsamere Texte sind anderen Anlässen vorbehalten, denn während der Arbeit ist der Gesang nur schmückendes Beiwerk und steht niemals im Vordergrund.

Musik im Gottesdienst:
Den Zwergenvölkern, die sich noch ihres Ursprungs und ihrer Tradition erinnern, ist ihre Arbeit mehr als nur ein Weg zur Mehrung des Vermögens. Abbau und Verarbeitung von Bodenschätzen, aber auch alle anderen schöpferischen Tätigkeiten, gelten als unseren Erschaffern gefällig, als heilig. Glaube und Dienst an unseren Göttern ist untrennbar mit der Ausübung unseres Tagwerks verbunden. Aus diesem Grund ist auch die Musik, mit der wir die Arbeit begleiten und bereichern, Teil des Gottesdienstes. Althergebrachte Lieder werden gemeinsam und als Zeichen der Einigkeit und Verbundenheit gesungen. Es ist auch üblich, dass Priester ihre Geschichten und Predigten in Form von Liedern vortragen, oft während des zeremoniellen Schmiedens oder Steinschlagens.
Dabei singt man meist nicht von alltäglichen Dingen, sondern von religiösen, geschichtlichen oder mythologischen Themen, denen eine hohe Bedeutung beigemessen wird und die eine Moral oder Wissen vermitteln sollen. So ist die Musik oft nicht nur Begleitung des Hammerschlags, sondern sie hat eine eigene und von der schöpferischen Arbeit losgelöste Bedeutung. Deshalb ist es bei dieser Art des Musizierens nicht unüblich, anstelle von Werkzeugen auch andere Instrumente einzusetzen, die neben der Musik keinen anderen Zweck erfüllen. Wir verwenden dazu meistens Trommeln, Pauken, Gongs oder Glocken, wodurch der Rhythmus eine größere Fülle und Vielfalt erhält, als das beim Arbeiten der Fall ist.
Die Instrumente haben häufig eine beachtliche Größe. Im größten Heiligtum meiner Heimat steht beispielsweise eine stählerne Trommel, die mehrere Schritte Durchmesser hat und mit Drachenhaut bespannt ist. Solche Geräte übertönen natürlich jede Art von Gesang. Deshalb ist es durchaus auch üblich, ihn wegzulassen und die Musik nur auf verschiedenen besonders großen und lauten  Instrumenten zu erzeugen. Der mächtige, donnergleiche Klang, der Widerhall in den großen Hallen und die spürbare Bewegung, in die der Fels ringsum versetzt wird, machen solche Zeremonien zu einem unvergleichbaren Erlebnis. Ich halte das für die eindrucksvollste Art der Zwergenmusik, doch wird sie kaum ein Außenstehender jemals zu hören bekommen.

Musik bei Feiern und Gelagen:
Zwerge singen oft und gerne auch während ihrer Freizeit. Gerade beim gemeinsamen Feiern wird häufig zusammen musiziert. Es kommen die verschiedenen Rhythmusinstrumente zum Einsatz, wenn auch weniger große und laute. Wer keine Trommel oder Glocke hat, schlägt mit Faust oder Humpen auf den Tisch, stampft auf den Boden oder klappert mit den Waffen. Außerdem werden auch Melodieinstrumente gespielt, meist Glockenspiele, Hörner, Fanfaren oder Posaunen, bei manchen Zwergenstämmen auch Sackpfeifen. Bei den mir bekannten Völkern völlig ungebräuchlich sind Flöten und Panflöten sowie alle Arten von Saiteninstrumenten wie Lauten, Harfen und Gitarren. Oft spielen Zwerge einzeln oder in kleinen Gruppen als Begleitung zum Gesang. Je nach der vorherrschenden Stimmung und dem Anlass der Feier werden vorwiegend fröhliche oder traurige Lieder angestimmt. Die Texte handeln oft von legendären Helden, Kriegszügen und Schätzen, aber es gibt auch viele Trink- und Spottlieder. Bei Feiern wechseln sich musikalische Darbietungen oft mit Geschichten und Schauspielen ab. In jedem Fall steht hier die Unterhaltung aller Anwesenden im Vordergrund.

Minnegesang:
Um eine Zwergenfrau für sich zu gewinnen, ist Gesang oder Dichtung sicherlich der falsche Weg. Wer nicht mit anderen Vorzügen - beispielsweise Heldenmut, Wohlstand, handwerklichem Geschick oder einer guten Herkunft - aufwarten kann, wird auch mit sentimentalen Vorträgen keinen Erfolg haben. Mag sein, dass die Umworbene Gefallen an Musik findet, doch wird sie einen Mann deshalb keinem Mitbewerber vorziehen. Daher existiert in unserem Volk nichts, was dem unter Menschen und Elfen offenbar üblichen Minnegesang ähnelt. Es gibt Lieder, die Liebe zum Inhalt haben, doch die erzählen eine Geschichte mit historischem oder mythologischem Hintergrund und enden nicht selten tragisch. Der Brautwerbung dienen sie nicht.

Musik im Kampf:
Es ist auch bei Zwergen üblich, ein Heer mit Hörner- oder Trommelklang aufs Schlachtfeld zu führen, sowie Angriffsbefehle und andere Signale zu blasen. Allerdings gibt es dafür Grenzen. Unsere Kriegsführung kennt keine geschlossenen, im Gleichschritt marschierenden, einheitlich bewaffneten Formationen, die mit Trommeln und Pfeifen geleitet werden. Die meisten Musikinstrumente im Feld dienen nicht der Ãœbermittlung von Befehlen, sondern sie sollen den eigenen Kämpfern Mut machen und den Gegnern Furcht einflößen. Daher kommt es auch hier oft auf die Größe an. Hymnen und andere gemeinsame Gesänge erfüllen den gleichen Zweck. Außerdem singen viele Zwergenkrieger ihre eigenen Lieder, während sie kämpfen. Auf diese Weise zeigen sie ihrem Gegner ihre Ãœberlegenheit und Verachtung, machen sich selbst und anderen Mut oder rufen ihre Götter und Ahnen um Beistand an.


Instrumentenbau

Im Gegensatz zum Musizieren selbst wird die Herstellung von Instrumenten durchaus als Beruf betrieben. Manche Handwerker spezialisieren sich auf den Bau der verschiedensten Musikinstrumente. Dazu gehören auch solche, die unter Zwergen eigentlich unüblich und ungebräuchlich sind: sie sind zum Verkauf an Menschen, Halblinge und andere Fremden bestimmt. Außerdem stellen viele Zwerge in ihrer Freizeit einfachere Instrumente für den Eigenbedarf her.
Beim Bau der für Zwerge bestimmten Instrumente wird besonders auf Haltbarkeit und Langlebigkeit geachtet. Deshalb ist Holz, Bein und Horn als Baumaterial eher unüblich. Nach Möglichkeit wird Metall verwendet, manchmal auch Stein. Besonders wertvolle Stücke bestehen ganz oder teilweise aus Edelmetallen, Edelsteinen oder geschliffenem Glas. Zeremonielle Instrumente werden gelegentlich aus eingeschmolzenen Beutewaffen oder Schädeln und Leder von Ungeheuern hergestellt.
Da sowohl beim Tagwerk als auch im Gottesdienst häufig Werkzeuge zum Musizieren verwendet werden, achten manche meisterlichen Werkzeugschmiede darauf, dass die von ihnen hergestellten Hämmer, Meißel, Hacken, Beile und so weiter einen besonders reinen, lauten oder auf andere Weise herausragenden Klang erzeugen.
Eine besonders erwähnenswerte Errungenschaft zwergischer Instrumentenbaukunst sind große Orgeln aus Dutzenden oder Hunderten von teils gewaltigen Pfeifen, die mit Blasebälgen oder Dampf betrieben werden.


Ich habe nun so viel Einblick in die Ursprünge und Besonderheiten der Zwergenmusik gegeben, wie es mir durch geschriebenes Wort möglich scheint. Mit einigen Vorurteilen wurde ausgeräumt und einige Fragen geklärt. Ein Leser kann sich so vielleicht eine etwas genauere Vorstellung von diesem Aspekt unserer Kultur machen. doch echte Eindrücke kann man nur gewinnen, wenn man die seltene Gelegenheit nutzt, einem Zwerg zu lauschen, der die Lieder aus der Heimat singt. Wer in diesen Genuss kommen will, sollte sich um den Respekt unseres Volkes bemühen. Denn Zwerge singen gern und viel, doch nicht für jedermann.

Wilma

  • Gast
Re: Zwergenmusik (IT-Text)
« Antwort #1 am: September 07, 2008, 22:35:45 Nachmittag »
Oh schön!
Hab es auf dem Airikas nicht zu deiner Vorlesung geschafft, vielen Dank fürs online stellen....
Jetzt fehlen eigentlich nur noch deine Lieder hier!

Grüße,
Wilma

oder Bardin Tara  ;)

Norvi

  • Gast
Re: Zwergenmusik (IT-Text)
« Antwort #2 am: September 12, 2008, 15:14:07 Nachmittag »
Tara? Was machst du denn hier?  ??? Die Welt ist doch wirklich ein Dorf.  ;D

Meine Lieder kommen hier nicht rein, weil ich möchte, dass die sich direkt übers Larp von Mund zu Mund verbreiten, nicht übers Internet. Ein bisschen schade, dass ich der Community die ganzen guten Sachen vorenthalten muss, aber ich hoffe ja immer noch, allen Mitgliedern irgendwann mal persönlich zu begegnen.

Rogosch

  • Gast
Re: Zwergenmusik (IT-Text)
« Antwort #3 am: September 12, 2008, 15:18:27 Nachmittag »
[...] aber ich hoffe ja immer noch, allen Mitgliedern irgendwann mal persönlich zu begegnen.

DF '09, deine Chance ;)

Norvi

  • Gast
Re: Zwergenmusik (IT-Text)
« Antwort #4 am: September 12, 2008, 16:33:55 Nachmittag »
Ja, ich weiß.  :D Mal schauen, ob's klappt. Falls nicht, bin ich ziemlich sicher, dass ich mir DF10 einrichten kann.  ;)

Offline Marulf Wuchteisen

  • Stammgast
  • ***
  • Beiträge: 34
Re: Zwergenmusik (IT-Text)
« Antwort #5 am: Mai 18, 2009, 09:54:48 Vormittag »
*lach* Und ich wollte zum Thema "Zwergische Musik" einen kleinen Lesetip abgeben.
Aber jetzt weiß ich zumindest wo du deine Weisheiten darüber her hast  ;D

Ich stolperte nämlich gestern über eine Ausgabe des "Gildenbrief"s Nr. 56, Herbst 2008.
Nur falls jemand mal nachlesen möchte wie es da drinsteht   8)
Werde satt und dick!
Ein Zwerg zu sein ist keine Frage der Größe, sondern eine der Gesinnung. Man muß bereit sein, gemeinsam nicht nur durch dünn zu gehen sondern auch durch dick, und wenn es zu dicke kommt, muß man sich eben dünnemachen!

Norvi

  • Gast
Re: Zwergenmusik (IT-Text)
« Antwort #6 am: Mai 28, 2009, 14:51:06 Nachmittag »
Was ist der Gildenbrief und was steht zum Thema drin?

EDIT Dank Google weiß ich jetzt was der Gildenbrief ist, aber der Inhalt würde mich trotzdem interessieren.
« Letzte Änderung: Mai 28, 2009, 14:56:25 Nachmittag von Dwai (aka Norvi) »

Offline Marulf Wuchteisen

  • Stammgast
  • ***
  • Beiträge: 34
Re: Zwergenmusik (IT-Text)
« Antwort #7 am: Mai 30, 2009, 18:38:36 Nachmittag »
Die Antwort ist in Arbeit, aber es ist eine Menge Text. Und da ich noch mehr als das zu tun habe, dauert es ein bißchen.
Gedulde dich noch ein wenig und nimm noch einen Humpen oder zwei solange.
Werde satt und dick!
Ein Zwerg zu sein ist keine Frage der Größe, sondern eine der Gesinnung. Man muß bereit sein, gemeinsam nicht nur durch dünn zu gehen sondern auch durch dick, und wenn es zu dicke kommt, muß man sich eben dünnemachen!

Offline Marulf Wuchteisen

  • Stammgast
  • ***
  • Beiträge: 34
Re: Zwergenmusik (IT-Text)
« Antwort #8 am: Juni 05, 2009, 04:05:04 Vormittag »
Okay, gebe zu, die Lust am Tippen verloren zu haben. Außerdem weiß ich auch nicht wie die rechtlichen Verhältnisse sind, wenn ich hier den Text einfach so reinsetze.
Schlage deshalb vor, jeder der es lesen will, schickt mir eine PN oder Mail mit ihrer/seiner Adresse und ich schicke die eingescannten Seiten einfach zu.
Werde satt und dick!
Ein Zwerg zu sein ist keine Frage der Größe, sondern eine der Gesinnung. Man muß bereit sein, gemeinsam nicht nur durch dünn zu gehen sondern auch durch dick, und wenn es zu dicke kommt, muß man sich eben dünnemachen!

Norvi

  • Gast
Re: Zwergenmusik (IT-Text)
« Antwort #9 am: Juni 05, 2009, 20:25:17 Nachmittag »
Ich hatte ehrlich gesagt auch nicht mit einem abgetippten Text gerechnet, sondern mit einer straffen Zusammenfassung.  ;D
Aber würde mich freuen, wenn du es mir schicken könntest. Meine Adresse steht im Profil.

Offline Rela Steilbart

  • Besucher
  • **
  • Beiträge: 5
Re: Zwergenmusik (IT-Text)
« Antwort #10 am: September 11, 2013, 11:09:45 Vormittag »
"zwergenwanderlied" - https://www.youtube.com/watch?v=cRneWTzHL1I&feature=youtube_gdata_player


Hallo, ich hatte mich vor nem jahr auch versucht Lieder umzudichten... evtl intetessiert es hier ja jmd... für Schäden durch gesang wird keine haftung übernommen ^^
Grüße
Rela