Autor Thema: Wie erkläre ich unser Essen?  (Gelesen 11694 mal)

Mimin

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Re: Wie erkläre ich unser Essen?
« Antwort #30 am: Juni 15, 2008, 19:14:21 Nachmittag »
Kräuter zu kultivieren, also in Beeten anbauen kann ich mir sehr gut vorstellen. aber dass ein Zwerg NIE freiwillig in den Wald geht nicht...

Tobur Fraingard

  • Gast
Re: Wie erkläre ich unser Essen?
« Antwort #31 am: Juni 22, 2008, 10:36:14 Vormittag »
Die Hauptnahrungsquelle von meinem Stamm ist die Viehzucht auf Hochweiden. Und Warum keine Rinder (Schotteische Hochlandrinder zB.). Schweine sind da wenider gut weil du die in den Wald treiben musst oder Feldwirtschaft um sie zu füttern, Kühe finden ihr Futter selbst.

Den Terrasenbau finde ich ziehmlich geil.

Grimon Warimssohn

  • Gast
Re: Wie erkläre ich unser Essen?
« Antwort #32 am: November 04, 2008, 22:40:22 Nachmittag »
1. Vorratshaltung

Mancher Mensch glaubt gar nicht, wie lange sich gute Nahrungsmittel halten, ja die werden mit den Jahrzehnten immer noch besser! Na sicher würde jetzt der Menschenwirt gerne ein Rezept für die Erstellung von Zwergenbier präsentiert bekommen, aber so plump geht das nicht. Dass selbiges naturgemäß äußerst nahrhaft ist und sich Lagerung in kleinen Fässern überhaupt nicht lohnt - welcher Zwerg trinkt schon gerne ein KLEINES Fass Bier? - haben wir schon eine Säule unserer Ernährung. Auch andere Dinge halten sich eine ganze Weile - und diejenigen die glaubten, unsere Bingen jahrhundertelang zu belagern, haben vielleicht davorgehockt, aber abgeschnitten von unseren Handelspartnern waren wir nie.

Käse und Speck, Nüsse und Pumpernickel (in Dosen?!), was essen wir sonst noch so wenn wir daheim sind?
Nein, lange, in Wasser gekochte Teigfäden in einer roten Sosse sind ebensowenig eine zwergische Erfindung wie bartgängige Gemüsesuppen (*).

2. Handel

Ja, einige Sippen sind dazu übergegangen viele Nahrungsmittel von Nicht-Zwergen einzuhandeln und sich selbst nicht mehr mit der Nahrungserzeugung zu beschäftigen. Das war natürlich nicht immer so und birgt gewisse Risiken. Allerdings finden sich oft genügend Anbieter für eine relativ sichere Versorgung, auch von Menschen getriebene Ponytreks wurden schon gesehen, die auf Rechnung zwergischer Handelshäuser unterwegs waren, also etwa eine Lieferung von Mehl mit Fleischbeilage.

3. Milchwirtschaft

Die Käseproduktion ist hingegen eine rein zwergische Angelegenheit, auch wenn dies kaum jemandem bekannt ist. In gebirgigen Regionen in denen unser Volk schürft wird selbstverständlich zuallererst jedes auffindbare Wasservorkommen prospektiert. Wie jeder Jungzwerg in seiner ersten Lehrlingsdekade lernt, ist ein unkontrollierter Wassereinbruch eine der größten Gefahren im Bergbau und dementsprechend werden stets die vorhandenen Wasseradern gefasst und geleitet. So kann an von unten unzugänglichen Stellen die Möglichkeit für Tränken von Bergziegen geschaffen werden, ebenso wie Salzlecken - alles weitere bis zum Käse ist nur noch die Frage einiger Monate oder Jahre, bis eben das richtige Aroma erreicht ist. Diese wild lebenden Tiere ernähren sich selbst in unzugänglichen Gegenden von dem was sie finden - und sind derart geschickte Kletterer, dass kein krummbeiniger Ork oder schwachknochiger Elf ihnen zu nahe kommen kann.

4. Landwirtschaft
Somanches geschützte Hochtal enthält mehr als Steine und Geröll. Und nur Berichte aus sorgenfreieren Zeiten der Altvorderen ist zu entnehmen, dass dort nur einzelne Zwerge Rosen in Gärten ziehen, die durch seidene Schnüre gesichert sind. Wer Blumenzucht als bartlose Betätigung bezeichet, der vergisst, welch hervorragende Ergebnisse man mit Rosenöl bei der Härtung von Klingen und der Herstellung von Polierpasten erreicht. Doch dies wird nur noch selten in der hergebrachten Art betrieben, häufig steht nun eine dem Untergrund angepasste Mauer und eine dicke Wolke von Wasserdampf rund um die Gipfel, auch zur Abschirmung gegen die Ziegen, durch die die Sonne nur bisweilen herunterscheint. Woher Wärme und Dampf zu den dort gedeihenden Kulturen gelangen, kann jeder Zwerg berichten, der einmal das besondere Privileg hatte, die Schlote über heisser Esse zu reinigen.


Bernd


P.S.
Wenn mich einer nach dem Essen vor Ort fragt, sage ich für gewöhnlich dass es mir auch nicht schmeckt: zu weich, zu fad, kein Aroma....



(*) Schneidet der Henkersknecht einen Elfen auf und guckt bedrückt: "Nur Salat, nur Salat!"

Offline Ragna

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Re: Wie erkläre ich unser Essen?
« Antwort #33 am: Oktober 29, 2009, 12:41:08 Nachmittag »
Ich kann mir einen Zwergenbauern gut vorstellen! Denn, wie schon öfter erwähnt, irgendwoher muss das Getreide ja kommen. Und da sich ein zwerg vor schwerer, körperlicher Arbeit nicht scheut, finde ich passt das ganz gut. oder könnt ihr euch einen Elf hinter einem Pflug oder beim Stallausmisten vorstellen? Also ich nicht!

In Aventurien gibt es sogar ein Zwergenvolk (die Hügelzwerge), das fast komplett oberirdisch lebt, dort Landwirtschaft betreibt und damit die anderen Zwergenvölker beliefert.

Der Text? Ist wichtig!
Die Lautstärke? Ist auch wichtig!
Und die Melodie? Ist scheißegal!

Und außerdem hat Kerg Schuld!