Zwergenheim

Informationsbereich => Hintergrund => Thema gestartet von: Goras am Juni 10, 2008, 00:59:28 Vormittag

Titel: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Goras am Juni 10, 2008, 00:59:28 Vormittag
Oder auch: was könnte rein logisch angebaut/gemacht werden?

unter Tage

Pilze fallen mir da ein- aber die brauchen ein Substrat (Holz, Stroh, irgendwas organisches halt), und das Substrat muss regelmäßig erneuert werden. Wo kommt das Substrat her?
Fische aus unterirdischen Flüssen, vielleicht in Reusen gefangen- das wäre allerdings ne recht einseitige Diät. An solchen Flüssen könnte allerdings Holz angeschwemmt werden, das wir für Pilzzuchten mißbrauchen.
Rattenfang ? Fleisch ist Fleisch, und auch Schweine sind Allesfresser...

oberirdisch:

Käse- hmm, Gebirge, Ziegen, Ziegenmilch und Ziegenkäse...

Jagd- da würde ich vielleicht eher auf Treibjagden tippen statt auf einzelne Pirscher, die mit Armbrust und Hirschfänger durch die Wälder streifen. Bei der Gelegenheit werden auch gleich Bienenstöcke ausgeräuchert... für den Met...

Getreide und Gemüse... muss irgendwo herkommen. Ich kann mir allerdings keinen Zwerg vorstellen, der pflügt und sät und mit der Sense mäht, und auch der klassische Gartenzwerg ist für mich ne kitschige Tonfigur und kein Gemüsebauer. Imkerzwerge fallen mir ebenso schwer.

Noch mal: was lässt sich halbwegs logisch erklären?
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Rogosch am Juni 10, 2008, 05:45:52 Vormittag
Also, Pilze, wie du schon gesagt hast. Wachsen doch auch so in Höhlen, oder? Naja, da kennst du dich wohl besser aus.
Moose und Algen könnt ich mir vorstellen.

Hr. Heitz hat ja Insekten etwas größerer Natur eingeführt, die tatsächlich auch gezüchtet werden. Da kann ich mir auch Lurche und ähnliche Amphibien vorstellen.

Was die Jagd betrifft, da denke ich eher an Bergziegen, widder und Gemsen. Vielleicht ab und an ein Bär. Luchse vielleicht noch.

Wie willst du Bier brauen, ohne Getreide? Ne, ich kann mir sehr gut vorstellen, wie ein Zwerg ein Feld bewirtschaftet, nur eben nicht im Stil eines "Standart"bauern. Ich denke da mehr an einen Weinberg (nur ohne Weinreben, statt dessen eben Getreide), oder eher Terassenförmig, in einem unzugänglichem Tal.
z.B. so:
(http://www.robinson-im-netz.de/robinson_mm/kmdb/%5B021%5D/21882_300x365_376x455_0x57-width-300-height-365.jpeg)

Generell stelle ich mir, was die zwergische Lebensmittelindustrie betrifft, nicht sehr viele Unterschiede zum "normalen" vor. Sprich, Viehzucht, Jagd, Molkereiprodukte, Felderwirtschaft. Nur halt eben"Dwarven Style" ;)
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Mimin am Juni 10, 2008, 14:19:27 Nachmittag
Ein Zwerg kann hart arbeiten egal was. Und einen Zwergischen Bauern kann ich mir auch gut vorstellen. Genauso wie einn Zwergischen Hirten, Almöhi etc. Irgendwo muss das ganze Fleisch und Kohlehydrate ja her kommen. Wer hart arbeitet braucht auch gutes Essen, da ist es denke ich mit Pilzen alleine nicht getan...
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: little_hobbit am Juni 11, 2008, 09:51:14 Vormittag
Ich denke momentan auch darüber nach, aus welchen Tieren wir odentlich Fleisch bekommen könnten, Rogosch hatte ja die Riesen Chernobyl Käfer angesprochen aber ob sowas nicht nen bisschen abwägig ist....???

Denke eher so an kleine Kühe oder Schweine, was ist denn mit Hängebauchsschweine, hauptsache die Viecher sind nicht zu groß.....
Weil wenn Zwerge Angst vor riesen Zwergen haben..... Sollte wir vlt. nicht an Kühe oder ähnliches denken, obwohl die wohl bei weiten nicht so Intelligent wie Pferde sind.....
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Rogosch am Juni 11, 2008, 10:39:40 Vormittag
Wieso soll das abwegig sein? Ãœberall auf der Welt findest du Speisen, die du so vielleicht nicht kennst und auch nicht unbedingt essen würdest. Warum sollte man dan nicht irgendwelche domestizierten Rieseninsekten als Nahrung haben?

(http://www.umdiewelt.de/photos/97/210/2/4017.jpg)
Zugegeben, wäre nicht meine erste Wahl...

(http://www.umdiewelt.de/photos/1504/1339/64/117982.jpg)
Und auch hier würde ich zugegebener Maßen, nicht sofoert zugreifen, aber es gibt Leute denen das offensichtlich schmeckt.

Von daher halte ich es nicht für abwegig.
Wohlgemerkt, Rogosch würde das vermutlich ohne Probleme Essen, der Hermann allerdings wohl eher nicht ;)
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Goras am Juni 11, 2008, 11:03:10 Vormittag
Und womit füttern wir die Insekten?

Mein Problem ist ja grad, dass von nix auch nix kommt- oberirdisch beginnt alles mit Licht als Energielieferant. Das "fressen" die Pflanzen. Die werden von irgendwas gefressen, und dieses Irgendwas wieder von irgendwas Größerem usw... Nahrungskette halt. Unterirdisch gibts kein Licht, d.h. dort muß die Energie von was anderem kommen. Und da fällt mir nur "importiertes" organisches Material ein, entweder direkt als Futter für uns und eventuelle Nutztiere oder als Substrat für Pilz- und Bakterienkulturen.

Mit etwas Fantasie könnte ich mir auch vorstellen, dass Braunkohle als Substrat nutzbar ist (oder Bakterien, die Öl verarbeiten) oder dass wir Baumwurzeln "anzapfen"... aber ohne Oberfläche (sprich ohne Licht) komme ich irgendwie nicht aus.


 
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Rogosch am Juni 11, 2008, 11:32:45 Vormittag
Naja, es gibt doch Viecher, die in Höhlen leben und da auch nicht raus kommen, zum Beispiel der Grottenolm (http://de.wikipedia.org/wiki/Grottenolm). Die Leben von Algenoder so, nehme ich mal an, oder von kleineren insekten und sowas.
Ähnlihes würde für die anderen Viecher gelten, denke ich, nur halt im größerem Stil.
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Gorax am Juni 11, 2008, 11:34:54 Vormittag
Es ginge sicherlich, wenn man eine Pilz-Insekten Kultur, ähnlich den Blattschneideameisen entwirft.
Organische Substanz wird in den Stollen von Pilzkulturen verarbeitet. (Da wüssten wir ja schonmal wohin mit den Fäkalien  ;D )
Ansonsten kann man ja alles jagen, was im Durchschnittsfantasydungeon so rumkreucht.

Sicher, wer hat sich noch nie gefragt, wovon die ganzen Dungeonmonster leben, wenn nicht grad eine Abenteurergruppe in den "seit Jahrhunderten nicht mehr betretenen" Dungeon eindringen. Fantasy und Logik, daß passt eben oft nicht wirklich zusammen.

Aber, warum soll es Zwergen nicht möglich sein Licht in eine Binge zu bringen? Lichtschächte, ausgeklügelte Spiegelsysteme, Licht-Runenmagie, Leuchtflechten, Leuchtpilze etc. etc.
Schon züchten wir unsere Nahrung, ob Pflanzen, oder Tiere auch unter der Erde. Natürlich mit ausgefeilter Bewässerungstechnik etc.

Wobei wir natürlich auch an der Oberfläche jagen können. Die Jagd mit Fallen z.B. wäre  sicherlich eine stimmige Verfahrensweise. Fangeisen, Schächte etc.

Aber auch Schießscharten zur Jagd mit der Armbrust wären doch gut denkbar.

Alles mittels Stollen erreichbar und für Nicht-Zwerge nicht zu entdecken.





 
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: little_hobbit am Juni 11, 2008, 11:40:42 Vormittag
Gute Ideen, bringst neue Punkte ins die Diskussion.....
Soweit auch eig klar aber wie meinst du das mit Jagd und Schießscharten....

Mein char z.B. hat Schaafe als nmahrungsquelle für sich entdeckt....
So werden die aus dem Zentral Gebirge zum Weiden in Hallen mit Gras und ähnlichem geschickt.
Licht wird durch verschließbare Luken eingeführt....
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Gorax am Juni 11, 2008, 12:30:22 Nachmittag
Soweit auch eig klar aber wie meinst du das mit Jagd und Schießscharten....

Versteckte Klappen in Felsen, Hängen, Felswänden. Dahinter verbirgt sich ein kleiner Raum, der wiederum an das Gangsystem der Binge angeschlossen ist.
Hier wartet der Jagdzwerg auf das Beutewild. Ähnlich dem Hochsitz eines gewöhlichen Jägers.
Der Zwerg späht und schiesst duch eine kleinere Klappe und verlässt den Raum dann durch eine größere, um die Beute herein zu bringen.

Sebstverständlich gehören diese Scharten auch zum Verteidigungssystem einer Binge.



   
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: little_hobbit am Juni 11, 2008, 12:59:10 Nachmittag
Ok. Das macht Sinn!
Aber nur beigrößeren Tieren oder schreckhaften oder?
Weil sonst könnte der zwerg ja auch einfach so durch die Gänge streifen und die Tiere erschießen oder?
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Gorax am Juni 11, 2008, 13:19:51 Nachmittag
Naja, Fasan und Kaninchen wohl eher nicht  ;D

Aber alles von der Größe Wildschwein aufwärts ließe sich ja so gut bejagen.

Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Gundamas am Juni 11, 2008, 13:40:16 Nachmittag
Es soll Zwerge geben die auch Feld- und Hirtenarbeiten verrichten oder gar Tauschhandel mit ihren Erzeugnissen durchführen  ;)
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Duran von den Eisenklippe am Juni 11, 2008, 14:19:04 Nachmittag
na die bilder da sind ja legger was is denn das obere nicht ein hund oder??
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Rogosch am Juni 11, 2008, 14:39:59 Nachmittag
Ratte
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Gorax am Juni 11, 2008, 15:24:33 Nachmittag
Es soll Zwerge geben die auch Feld- und Hirtenarbeiten verrichten oder gar Tauschhandel mit ihren Erzeugnissen durchführen  ;)

Ich denke mal jeder Clan kann das Handhaben wie er möchte.
Aber es ist sicher interessant hier Ideen darüber auszutauschen, was überhaupt alles möglich ist.

Jagd / Viehzucht, Getreide / Gemüse / Obstanbau, ober-/unterirdisch
Pilzwälder, Insektenfarmen

Hat jemand ein Rezept für Pilzbier ?  ;D


Sehr schön fand ich vor einigen Jahren mal einen Trupp Zwerge, die nichts essen wollten, was im Wasser schwimmt. Z.B. Fisch, aber auch Spinat. ("Spinat wächst im wasser. Ganz bestimmt..." )

Drache soll übrigens eine Delikatesse sein :D
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Duran von den Eisenklippe am Juni 11, 2008, 16:05:38 Nachmittag
ok dann bin ich ja behruhigt^^ ich dachte schon das wär ne gegrllter hund^^
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Kelgar Donnerkeil am Juni 11, 2008, 16:19:46 Nachmittag
hm ... lässt sich jetzt drüber diskutieren ob es einen beunruhigen sollte einen Hund zu essen^^
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Targgosch am Juni 11, 2008, 16:34:21 Nachmittag
1. Handel treiben:
Ich meine da haben wir nun so gute Erzeugnisse, und rein von der Logik betrachtet wovon die damaligen Bergarbeiter sich ernährt haben
muss ein Tauschhandel stattfinden (bei Diamanten und Goldnugget muss man immer so dolle kauen bis man die runterschlucken kann  ::) )
Und da ist nicht nur Stahl und Stein, sondern auch gutes Bier lässt sich bestimmt gut verkaufen.

2. Fisch:
Meine Heimatbinge hat definitiv eine technische Fangeinrichtung für leckere Fische, welche in unserem Unterirdischen Fluss schwimmen.
Prinzip Reuse ist da genau das richtige um nicht so nah ans Wasser zu müssen. Denke da auch an eine umständliche Krankunstruktion welche mehrere Reusen zeitlich abgestimmt nach oben bringt.

3. Was so rumkreucht:
Als ich im Essensthread von Goblins-Verspeisen  gesprochen habe habt ihr alle 'bäh' gesagt.
Was ich mir aber durchaus vorstellen kann sind extra angelegte Gänge in den Berg. In Diesen befindet sich ein Fallensystem. Das ganze muss man sich wie eine überdimesionierte Mäuse/RattenFalle vorstellen (so eine wo man die viechter lebend fängt). Das ganze verzweigt sich im inneren mehrmals. Am Ende eines Ganges bzw. in der jeweiligen Sackgasse sind Bolzenapperaturen, welche mit einer Fallenmechanik ausgelösst werden.
Die Viechter könnten von Gerüchen hingelockt werden oder werden mittels Treibjagd dorthingescheucht.

4. Jagen+Sammeln:
Naja da geht man mal in den Wald und erlegt den Bären oder son großen Hirsch.
Das Zeideln(Bienenhonig) wurde schon angesprochen, aber auch Beeren und Pilze sammelnde Zwerge wird es geben.

5. Eigenanbau:
Kammern an der Bergoberfläche in die Licht einfallen kann, um ein wenig Gemüse anzubauen.
Bergziegen, welche von so ner Art Grenzläufer(GW) gehütet werden, liefern Milch+Käse.
Zwerg welche permanent an der Oberfläche wohnen+leben um Getreide anzubauen kann ich mir nicht vorstellen. Dann eher Zwerge wie Du und Ich die vereinzelt durch die Lande streifen und auch mal einen Handel für die Binge abschließen oder Sachen nach Hause schicken.

6. Spezialisten:
Käfer ? errinnert mich erstmal an die Ferengi von Star Trek, ist aber bestimmt eiweishaltig und lecker.
Leuchtpilze: das könnte funktionieren, es gibt auch Tiere welche leuchten.
Schweinehirten: bestimmt nicht einfach aber machbar denke ich

Was man noch in Betracht ziehen sollte beim Ausspielen, ist das die meisten von uns Monate von zu Hause entfernt herumwandern. Daher ist es für mich normal das ich das Esse was auch jeder andere auf dem Markt erwerben kann. Viele von uns sind Handwerker welche auch im Dienste der Menschen stehen, und hinzu kommen viele gute Krieger welche als Söldner sich ihr Brot verdienen.
Ein Gedanke der mir da noch kommt ist das es so eine Art zwergeninternes Handelsnetz gibt auf das jeder Zwerg (auch unterwegs) Zugriff hat und wo man sich auch mal zwergische Speisen aus der Region besorgen kann.

so mehr fällt mir erstmal nicht ein.
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Kurtak am Juni 11, 2008, 17:55:37 Nachmittag
Also bei den Ziegen und sogar beim Terassenbau gehe ich mit. Irgendwoher muss ja schließlich Malz und Hopfen für das Bier herkommen.

@ Gorax
Lichteinfall über Kristalle in Unterirdische Gärten. Nicht nur schön und nahrhaft, sonder auch eine zusätzliche Luftversorgung.
Allerdings das mit den Pilzen funktioniert so nicht. Pilze können nicht von Fäkalien leben! Selbst Blattschneideameisen (ich hatte mal welche die jetzt im Wiener Zoo stehen) schaffen ihren Müll nach draußen, weil der Pilz sonst gammelt. Allerdings können Basidomyceten verschiedene Biomassen verarbeiten (Laub, Holz, Stroh....usw). Also warum soll es keine Kulturen geben?

@ Jagen??? Nein...wir schleichen uns nicht an! Wir bauen eine ausgeklügelte Schlagfalle auf einen häufig begangen Wildwechsel....ja. Oder eine Bärenfalle (Grube) und locken ihn an...auch ja. Aber Jagen tun wir nicht. Dagegen!

Warum keine Wildschweine domestizieren? Sollte funktionieren. Die Viecher sind echt genügsam und vor harter Arbeit scheut sich doch kein Zwerg.
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Mimin am Juni 11, 2008, 18:20:24 Nachmittag
Warum nicht jagen? Ich sitz im Jägerstand und baller mit einer Armbrust auf das Viech. Ich muss der Sau ja ned nachlaufen. Welcher Jäger tut denn das heute noch?
Zwerg welche permanent an der Oberfläche wohnen+leben um Getreide anzubauen kann ich mir nicht vorstellen.
Und woher soll dann das Getreide für Bier und Brot kommen? Von den Menschen? Und vorher haben wir es bevor es Menschen gab? Nein, also Zwergenhirten und Zwergenbauern sind sicher ned typisch, aber logisch. Man braucht einfach Bauern. Wie bereits mehrmals gesagt kann ich mir gut vorstellen, dass es Zwerge gibt die ganz nahe unter der Oberfläche auf Almen wohnen (von mir aus hinter geheimen Eingängen) und die den größten Teil des Tages draußen verbringen. Eine Zwergenbinge ist in etwa sowas wie ne Großstadt. Die Bewohner haben mit Tierschlachten und Getreideanbau ned viel zu tun, aber irgendwie muss das Zeug ja erzeugt werden und das geht teilweise ned in der Stadt. In einem Stollen wächst halt kein Getreide. Drum muss es eben Zwerge geben, die draußen sind und das alles anbauen...
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Kurtak am Juni 12, 2008, 07:21:50 Vormittag
@ Mimin

Vielleicht wächst Getreide ja doch unter der Erde? Es braucht doch nur Boden, Wasser und Licht. Wasser ist vorhanden und Boden kann eingetragen werden. Bleibt nur noch das Problem mit dem Licht. Da bin ich für Kristalle und Spiegel, die das Sonnenlicht unter Tage bringen und dort hell erstrahlen, noch viel prachtvoller als an der Oberfläche.

Ansonsten, was spricht gegen den Terassenanbau und Viehzucht in unzugänglichen Tälern. Die Zwerge leben unterirdisch und die Terassen oder Steilhänge können  nur über Stollen erreicht werden. Und trotz allem bin ich der Meinung, daß die Zwerge auch oberirdische Festungen haben. Hoch oben in den Bergen wo kein Weg hin führt.

@ Jagen

Wildwechsel ändern sich. Hochsitze müssen verlegt werden. Wildbestand muss gepflegt werden. Klingt nach ner Menge Arbeit im Wald......(ausser Bäumefällen natürlich).
Ich finde, wir können einige Dinge ruhig den Spitzohren überlassen. Zum Beispiel das Jagen....dafür rege ich mich dann auch auf wenn die eine Axt tragen. Mehr Mut zum Klischeé.
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Mimin am Juni 12, 2008, 09:40:48 Vormittag
Ansonsten, was spricht gegen den Terassenanbau und Viehzucht in unzugänglichen Tälern. Die Zwerge leben unterirdisch und die Terassen oder Steilhänge können  nur über Stollen erreicht werden. Und trotz allem bin ich der Meinung, daß die Zwerge auch oberirdische Festungen haben. Hoch oben in den Bergen wo kein Weg hin führt.


Das gefällt mir eigentlich eh ganz gut. Warum allerdings pochst du immer auf das nicht-zugänglich und geheime? Es spricht doch nix dagegen, dass auf die Almen jeder hingehen kann. Abgesehen davon wird die große Anstrengung und Distanz zu solchen ohnehin die meiste Besucher abschrecken.

Wegen Jagen: Wildwechsel ändern sich, klar, aber wenn ich eh weiß wo der jeweilige Wildweches stattfindet brauch ich nur an diesen Stellen die Jägerstände bauen und diese zur entsprechenden Zeit beziehen. Abgesehen davon sind Jägerstände eh nur maximal am Waldrand (ok mit kleinen Ausnahmen). Fallen sind sicherlich zwergischer, allerdings auch grausamer. Entweder das Vieh lebt noch und leidet, oder es ist tot und verwehst langsam oder wird sogar von Aasfressern angeknabbert. Keine nette Vorstellung.

Vielleicht wächst Getreide ja doch unter der Erde?

Äh, nein. Wie du selbst gesagt hast braucht das Zeug Licht und Bodennährstoffe (Wasser ist kein Problem). So, wenn du nun Unmengen an Erde in größere Höhlen schaffst (was ein verdammter Aufwand und eine morts Arbeit ist) dann hast du nicht nur noch das Problem mit dem Licht (Lichtsteine schön und nett, aber die müssen auch irgendwie mit Energie versorgt werden, also z.B. im Licht "aufgeladen" werden und das wiederum ist wieder mit viel Arbeit verbunden, denn das muss ja alles ausgetauscht werden und man wird hunderte Lichtkugeln brauchen um der Sonne gerecht zu werden). Wenn man auch über diesen Aufwand hinwegsieht, den man sich sparen könnte wenn man das ganze von vorne herein auf Terrassenplantagen und/oder Feldern macht, dann hast du das größte Problem: die Nährstoffe in der Erde. Weißt du was Wanderfeldbau ist? Ich kann auf dem selben Feld nicht immer das selbe Getreide anbauen, weil irgendwann die Nährstoffe aufgebraucht sind. Das heißt, ich brauch wiederum Sonne und viel Wasser, damit sich das wieder regeneriert bzw. muss ich in einem gewissen Zyklus Felder brach liegen lassen oder die Erde austauschen, was wiederum ein viel zu großer Aufwand ist. Wie ihr seht ist es zwar eine romantische Vorstellung, dass Zwerge autark in ihren Stollen Leben können, aber es ist (für mich) einfach nicht 100% möglich.

Nicht vergessen: Ich bin mir sehrwohl bewusst, das das alles hypothetisch ist und vor allem nicht real. Ich möchte euch nur darauf hinweisen, dass manche Dinge einfach nicht oder sehr schlecht möglich sind wenn man bei diesem Thema mit einem gewissen Maß an Realismus herangeht...
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Gorax am Juni 12, 2008, 10:18:20 Vormittag
Ich plädiere da doch sehr für: "jeder Clan wie er will"

Die Vorstellung von Zwergen bei der Erntearbeit, von beladenen Wagen mit Getreidesaäcken, die durch das große Tor der Binge ziehen, von riesigen unterirdischen Getreidesilos, von Wasserkraft-betriebenen Mühlen, von großen Pilzfarmen finde ich auch sehr stimmig.

Mir kommt da das Bild vor Augen: Der uralten zwergischen Lagermeister, der die Bestände überprüft, und wehmütig in die riesige Halle blickt, deren Reihe leerer Regale sich in der Dunkelheit verliert. Der sich mit Trauer an die Zeit erinnert, als seine Sippe noch so groß war, daß diese Halle noch bis in den hintersten Winkel mit Vorräten gefüllt war.   

 
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Rogosch am Juni 12, 2008, 10:47:53 Vormittag
Das Bild gefällt mir. ALso, nein, eigentlich gefällt es mir nicht, aber das kann ich mir sehr gut vorstellen. Naja, ich denke, ihr wisst, was ich meine ^^
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Goras am Juni 12, 2008, 12:09:12 Nachmittag
Bei den unterirdischen Feldern oder Gärten sehe ich weniger das Problem der ausgelaugten Böden. Man kann auch mit anorganischem Material düngen- und davon haben wir reichlich. Und Kompost fällt bei uns ja auch an. Immer dran denken, Wanderfelder und die Zwei- oder Dreifelderwirtschaft haben sich entwickelt, weil man damals kaum bis gar nicht gedüngt hat.

Das Problem dürfte eher sein, GENUG Licht nach unten zu leiten. Ds würde bedeuten, für ein Feld eine Spiegelfläche zu bauen, die genauso groß ist wie das Feld selbst. Linsen können Licht zwar bündeln, das nutzt uns aber gar nichts- die Menge an Licht, die reinfällt, ist genau die Menge, die auch unten wieder rauskommt, und die ist nun mal von der Fläche der Linse abhängig. Und mir ist kein Getreide (eigentlich gar keine Grasart) bekannt, die Vollschatten verträgt, d.h. mit besonders wenig Licht auskommt und dabei ordentliche Erträge abwirft.

Bei der Jagd hab ich nicht umsonst auf die Treibjagd hingewiesen. Wir sind keine Nomaden, die dem Wild hinterher ziehen- und wenn ein Gebiet regelmäßig und kontinuierlich bejagt wird, dann kriegt das Wild das auch mit. Findet statt dessen alle ein bis 2 Jahre in dem Gebiet eine große Treibjagd statt, wo wir mit einem Schlag Fleisch für Monate kriegen, dürfte im Laufe der nächsten Monate/Jahre das Wild aus der Umgebung nachrücken.
Und bei der Treibjagd erweisen sich unsere Erfahrungen im Formationskampf als recht nützlich, niemand muss schleichen- wir stürmen brüllend auf den Wald zu und treiben alles, was drin ist, vor uns her (in eine Schlucht, die ne Sackgasse ist, oder in ein Gatter) :-))))).
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Rogosch am Juni 13, 2008, 09:58:13 Vormittag
Was mir da so eingefallen ist: Wie schaut es denn mit Kräutern aus? Zucht oder sammeln?
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Gorax am Juni 13, 2008, 10:06:51 Vormittag
Hmmm, also durch den Wald streichen, und an Blumen schnüffeln ist irgendwie so... unzwergisch.

Ich wär für eine ordentliche Zucht.
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Rogosch am Juni 13, 2008, 10:22:39 Vormittag
So hab ich eigentlich auch gedacht, wobei ich durchaus der Meinung bin, dass sie, wenn sich die Gelegenheit ergibt, auch mal durch den Wald gehen (Wildbestand anschauen) und dann da Dinge mitnehmen, beispielsweise Wacholder und sowas ;)
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Gorax am Juni 13, 2008, 12:40:22 Nachmittag
Naja, Wacholder kann man sehr gut kultivieren. Aber sicher werden wir auch mal Kräuter brauchen, die sich eben nicht anbauen lassen. "Das Rumpelkraut wächst nur bei Vollmondlicht auf einem Hügel, der von Eichen umstandes ist, auf dem die Eichhörnchen im Frühjahr... "

Es soll ja auch so komische Zwerge geben, die sich keine Rüstung anziehen und, man stelle sich das mal vor, nichtmal einen Helm aufziehen, oder eine Axt tragen,...


 
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Mimin am Juni 15, 2008, 19:14:21 Nachmittag
Kräuter zu kultivieren, also in Beeten anbauen kann ich mir sehr gut vorstellen. aber dass ein Zwerg NIE freiwillig in den Wald geht nicht...
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Tobur Fraingard am Juni 22, 2008, 10:36:14 Vormittag
Die Hauptnahrungsquelle von meinem Stamm ist die Viehzucht auf Hochweiden. Und Warum keine Rinder (Schotteische Hochlandrinder zB.). Schweine sind da wenider gut weil du die in den Wald treiben musst oder Feldwirtschaft um sie zu füttern, Kühe finden ihr Futter selbst.

Den Terrasenbau finde ich ziehmlich geil.
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Grimon Warimssohn am November 04, 2008, 22:40:22 Nachmittag
1. Vorratshaltung

Mancher Mensch glaubt gar nicht, wie lange sich gute Nahrungsmittel halten, ja die werden mit den Jahrzehnten immer noch besser! Na sicher würde jetzt der Menschenwirt gerne ein Rezept für die Erstellung von Zwergenbier präsentiert bekommen, aber so plump geht das nicht. Dass selbiges naturgemäß äußerst nahrhaft ist und sich Lagerung in kleinen Fässern überhaupt nicht lohnt - welcher Zwerg trinkt schon gerne ein KLEINES Fass Bier? - haben wir schon eine Säule unserer Ernährung. Auch andere Dinge halten sich eine ganze Weile - und diejenigen die glaubten, unsere Bingen jahrhundertelang zu belagern, haben vielleicht davorgehockt, aber abgeschnitten von unseren Handelspartnern waren wir nie.

Käse und Speck, Nüsse und Pumpernickel (in Dosen?!), was essen wir sonst noch so wenn wir daheim sind?
Nein, lange, in Wasser gekochte Teigfäden in einer roten Sosse sind ebensowenig eine zwergische Erfindung wie bartgängige Gemüsesuppen (*).

2. Handel

Ja, einige Sippen sind dazu übergegangen viele Nahrungsmittel von Nicht-Zwergen einzuhandeln und sich selbst nicht mehr mit der Nahrungserzeugung zu beschäftigen. Das war natürlich nicht immer so und birgt gewisse Risiken. Allerdings finden sich oft genügend Anbieter für eine relativ sichere Versorgung, auch von Menschen getriebene Ponytreks wurden schon gesehen, die auf Rechnung zwergischer Handelshäuser unterwegs waren, also etwa eine Lieferung von Mehl mit Fleischbeilage.

3. Milchwirtschaft

Die Käseproduktion ist hingegen eine rein zwergische Angelegenheit, auch wenn dies kaum jemandem bekannt ist. In gebirgigen Regionen in denen unser Volk schürft wird selbstverständlich zuallererst jedes auffindbare Wasservorkommen prospektiert. Wie jeder Jungzwerg in seiner ersten Lehrlingsdekade lernt, ist ein unkontrollierter Wassereinbruch eine der größten Gefahren im Bergbau und dementsprechend werden stets die vorhandenen Wasseradern gefasst und geleitet. So kann an von unten unzugänglichen Stellen die Möglichkeit für Tränken von Bergziegen geschaffen werden, ebenso wie Salzlecken - alles weitere bis zum Käse ist nur noch die Frage einiger Monate oder Jahre, bis eben das richtige Aroma erreicht ist. Diese wild lebenden Tiere ernähren sich selbst in unzugänglichen Gegenden von dem was sie finden - und sind derart geschickte Kletterer, dass kein krummbeiniger Ork oder schwachknochiger Elf ihnen zu nahe kommen kann.

4. Landwirtschaft
Somanches geschützte Hochtal enthält mehr als Steine und Geröll. Und nur Berichte aus sorgenfreieren Zeiten der Altvorderen ist zu entnehmen, dass dort nur einzelne Zwerge Rosen in Gärten ziehen, die durch seidene Schnüre gesichert sind. Wer Blumenzucht als bartlose Betätigung bezeichet, der vergisst, welch hervorragende Ergebnisse man mit Rosenöl bei der Härtung von Klingen und der Herstellung von Polierpasten erreicht. Doch dies wird nur noch selten in der hergebrachten Art betrieben, häufig steht nun eine dem Untergrund angepasste Mauer und eine dicke Wolke von Wasserdampf rund um die Gipfel, auch zur Abschirmung gegen die Ziegen, durch die die Sonne nur bisweilen herunterscheint. Woher Wärme und Dampf zu den dort gedeihenden Kulturen gelangen, kann jeder Zwerg berichten, der einmal das besondere Privileg hatte, die Schlote über heisser Esse zu reinigen.


Bernd


P.S.
Wenn mich einer nach dem Essen vor Ort fragt, sage ich für gewöhnlich dass es mir auch nicht schmeckt: zu weich, zu fad, kein Aroma....



(*) Schneidet der Henkersknecht einen Elfen auf und guckt bedrückt: "Nur Salat, nur Salat!"
Titel: Re: Wie erkläre ich unser Essen?
Beitrag von: Ragna am Oktober 29, 2009, 12:41:08 Nachmittag
Ich kann mir einen Zwergenbauern gut vorstellen! Denn, wie schon öfter erwähnt, irgendwoher muss das Getreide ja kommen. Und da sich ein zwerg vor schwerer, körperlicher Arbeit nicht scheut, finde ich passt das ganz gut. oder könnt ihr euch einen Elf hinter einem Pflug oder beim Stallausmisten vorstellen? Also ich nicht!

In Aventurien gibt es sogar ein Zwergenvolk (die Hügelzwerge), das fast komplett oberirdisch lebt, dort Landwirtschaft betreibt und damit die anderen Zwergenvölker beliefert.